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Guter Schlaf hilft Ihnen, gut zu essen

Erholsamer Schlaf ist weit mehr als eine nächtliche Pause. Schlafmangel kann das hormonelle Gleichgewicht verändern, Hunger und das Verlangen nach energiereichen Lebensmitteln verstärken und damit das Gewichtsmanagement bei Adipositas zusätzlich erschweren. Umso wichtiger sind gute Schlafgewohnheiten: möglichst feste Schlafenszeiten, eine ruhige und dunkle Schlafumgebung sowie der Verzicht auf Koffein, Alkohol und Bildschirmlicht vor dem Zubettgehen können zu einer erholsameren Nacht beitragen. 

5 min. Lesezeit
Woman speaking to doctor

Schlaf ist wichtig für unsere Gesundheit und unsere Lebensqualität. Wir brauchen jede Nacht zwischen sieben und neun Stunden erholsamen Schlaf, damit sich unser Körper und unser Gehirn ausruhen und erholen können. Wenn wir weniger schlafen, kann dies unsere Konzentrationsfähigkeit beeinträchtigen, unser Immunsystem schwächen und dazu führen, dass wir mehr essen als wir brauchen – und häufig essen wir in diesem Fall mehr ungesundes Essen.

Studien deuten darauf hin, dass Menschen mit kurzer Schlafdauer im Durchschnitt mehr Energie aufnehmen können als Personen mit ausreichendem Schlaf. Dabei werden teilweise auch Unterschiede in der Lebensmittelauswahl beobachtet, etwa eine höhere Aufnahme energiereicher oder fettreicher Lebensmittel. Über längere Zeit kann dies die Gewichtsentwicklung ungünstig beeinflussen und mit einem erhöhten Risiko für Adipositas verbunden sein.

Woman in front of ocean

Auswirkungen von schlechtem Schlaf auf den Appetit

Einige der Unterschiede zwischen gut ausgeruhten und unter Schlafmangel leidenden Menschen finden sich in den Hormonspiegeln des Körpers wieder. Hormone wirken wie Botenstoffe und helfen dabei, viele unserer Körperfunktionen, einschliesslich unseres Appetits, zu regulieren.

Ghrelin wird häufig als «Hungerhormon» bezeichnet und kann den Appetit steigern. Leptin ist dagegen an der Regulation von Sättigung und Energiebalance beteiligt. Veränderungen dieser Hormone bei Schlafmangel können dazu beitragen, dass Hunger und Appetit zunehmen. Dies kann wiederum die Energieaufnahme und langfristig auch die Gewichtsentwicklung beeinflussen.

Ähnliche Veränderungen können auch auftreten, wenn unsere innere Uhr gestört ist. Dies kann beispielsweise bei unregelmässigen Schlafzeiten, Nachtarbeit oder nächtlicher Lichtexposition der Fall sein. Studien zeigen, dass solche Störungen mit einem erhöhten Risiko für Gewichtszunahme und Adipositas verbunden sein können.

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Einfache Schritte für einen besseren Schlaf

Gute Schlafgewohnheiten können dazu beitragen, dass wir uns im Alltag wohler fühlen und leichter gesunde Entscheidungen treffen.

Diese allgemeinen Tipps können Ihnen helfen, besser zu schlafen. Wenn Sie dauerhaft schlecht schlafen oder sich häufig erschöpft fühlen, sprechen Sie mit einer Ärztin oder einem Arzt.
 

Schaffen Sie eine gesunde Schlafroutine


Versuchen Sie:

  • sich an einen Schlafplan zu halten. 
  • kurze Nickerchen zu bekommen, da diese helfen können, die Stimmung, die Konzentration und die Leistung zu verbessern. Denken Sie jedoch daran, dass ein Nickerchen den Schlafmangel in der Nacht nicht ausgleichen kann.
  • vor dem Einschlafen ein Glas beruhigendes Getränk z.B. Kamillentee zu trinken, damit Sie sich vor dem Schlafengehen schläfrig fühlen – vermeiden Sie koffeinhaltige Getränke.

Vermeiden Sie:

  • zu spät am Tag ein Nickerchen zu machen. Dies kann sich auf Ihre nächtlichen Schlafmuster auswirken und kann das Einschlafen zu Ihrer regulären Zubettgehzeit erschweren.
  • vor dem Schlafengehen zu essen. 
  • abends alle stimulierenden Lebensmittel und Getränke.
  • vor dem Zubettgehen Alkohol zu trinken.
  • vor dem Zubettgehen zu rauchen.

Tipps zum Entspannen vor dem Zubettgehen


Versuchen Sie:

  • vor dem Zubettgehen ein Buch zu lesen oder zu hören. Dies kann helfen, auf andere Gedanken zu kommen und sich zu entspannen.
  • Entspannungsübungen wie etwa leichte Dehnübungen zu machen, um Ihre Muskeln zu entspannen.
  • sich besondere ruhige Musik anzuhören, um sich zu entspannen. Es gibt zahlreiche Achtsamkeit- und Meditations-Apps, die speziell für diesen Zweck entwickelt wurden.
  • ein warmes Bad zu nehmen.

Vermeiden Sie:

  • intensive körperliche Betätigung vor dem Zubettgehen.
  • alles, was Sie vor dem Zubettgehen wach macht oder dazu führt, dass Sie sich über Dinge Gedanken machen.
  • vor dem Zubettgehen über Dinge nachzudenken, die Sie ärgern. Wenn Sie feststellen, dass Sie angespannt, wachsam oder gereizt sind, tun Sie vor dem Einschlafen etwas, was Sie beruhigt oder mental entspannt.

Machen Sie Ihr Schlafzimmer zu einem hervorragenden Ort zum Schlafen


Versuchen Sie:

  • Ihr Schlafzimmer dunkel, ruhig und ordentlich zu halten.
  • Ohrstöpsel zu verwenden, um die Wahrscheinlichkeit zu reduzieren, dass Ihr Schlaf von Geräuschen unterbrochen wird, insbesondere wenn Sie in einer lauten Umgebung wie einer Stadt leben.
  • einen Luftverteiler mit einem beruhigenden Duft zu verwenden.

Vermeiden Sie

  • Ihr Bett und Ihr Schlafzimmer für andere Dinge zu nutzen als Schlafen und Sex.
  • im Bett zu essen
  • die Nutzung eines Fernsehgeräts, eines Computers und eines Mobiltelefons vor dem Zubettgehen. 
  • im Bett Pläne zu machen oder Probleme zu lösen.

Sie können immer noch nicht gut schlafen?

 
  • Wenn Sie Schwierigkeiten haben einzuschlaffen nachdem Sie ins Bett gingen, stehen Sie auf und gehen Sie in ein anderes Zimmer. Machen Sie dann etwas Ruhiges oder Entspannendes, bis Sie sich müde fühlen.
  • Versuchen Sie, während des Tages körperlich aktiv zu sein, selbst etwas mit geringer Intensität wie Stehen oder Spazierengehen.
  • Wenn Sie immer noch Probleme beim Einschlafen haben, zögern Sie nicht, um Hilfe zu bitten. Ihr Arzt kann Ihnen helfen, eine Strategie zu finden, die für Sie funktioniert.
  • Einige nützliche Hilfsmittel sind das Führen eines Schlaftagebuchs oder die Verwendung einer App, die Schlafmuster überwacht. Wenn Sie Ihren Schlaf und Ihre Aktivität während des Tages dokumentieren, kann Ihnen dies helfen, herauszufinden, was Sie daran hindert, den guten Schlaf zu bekommen, den Sie brauchen.
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